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Aller guten Dinge sind drei
von Nicole
Da stehen wir nun, 22 Sängerinnen und Sänger mit unserem Chorleiter Hansi. Was haben wir für dieses Konzert unendliche Male geprobt, sowohl in kleiner Stimmgruppen- als auch großer Besetzung, Texte gelernt, die für einige schier unbegreiflich erschienen, Harmonien und Taktgefühl geübt, alles in monatelanger Geduldsarbeit, um nun hier auf der großen Bühne in der Johanniskirche zu stehen, bereits zum dritten Mal von der Stiftung Elternhaus gebeten, eine gemeinsames Benefizkonzert mit dem Akkordeonorchester Oschersleben (AOOC) zu geben.
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Die Vorschusslorbeeren waren groß, gerne dachten wir an den jubelnden Applaus, die standing ovations vom Vorjahr zurück - aber könnten wir die Zuhörer auch dieses Mal wieder so mitreißen, war der anhaltende Erfolg noch steigerungsfähig?
Der Leistungsdruck erhöhte sich, als wir in den TopTen der Biberticketverkäufe auf Platz 8 landeten, kurz hinter "Modavision" und noch noch vor Silbermond. |
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| Schon Wochen vorher war die Aufregung groß, die Stimmung angespannt und das Auftrittsfieber stieg. Die Generalprobe ließ hoffen, dass der Auftritt ein Erfolg wird, doch am Konzerttag waren wir uns da nicht mehr so sicher... Einsingen, Soundcheck usw. brachten einige von uns an den Rand der Verzweiflung, nichts wollte auf Anhieb klappen - doch in altbewährter Manier hieß es jetzt für uns: konzentriert euch auf euer Können und geht erstmal einen Piccolo trinken! |  |

Aber jetzt ist der Piccolo vergessen, die Bühne betreten und wir blicken in eine ausverkaufte Johanniskirche, 576 verkaufte Karten plus vieler geladener Gäste, die Zuhörer drängeln sich bis in die letzte Reihe und auf den seitlichen Treppen - hunderte von Augenpaaren blicken uns erwartungsvoll an. Der Versuch, bekannte Gesichter zu erhaschen, die einen beruhigen könnten, scheitert an den grellen Scheinwerfern, und da stimmt Hansi unsere Einsätze an, das erste gemeinsame Lied erklingt: "Hark! The herald angels sing" - anerkennender Applaus, ein würdiger Auftakt für diese Veranstaltung, die Gemüter beruhigen sich etwas. |
 | Es folgt unser erstes Liederprogramm mit klassischen Melodien, den wir sicher und zur Zufriedenheit unseres Chorleiters meistern. Hansis beruhigender Augenaufschlag und das bejahende Kopfnicken beim letzten Ton eines jeden Liedes ist so herzerwärmend wie eine stille Umarmung und sagt "Habt ihr gut gemacht"! Der Puls frequentiert sich in einem gesunden Mittelwert, die Hände zittern nicht mehr so, können sie sich doch an der Notenmappe festhalten, die als Zugeständnis im ersten Teil unseres Auftritts erlaubt war, um insbesondere für unsere neuen Mitstreiter das Hauptaugenmerk auf die Singqualität zu legen. |
| Auch wenn unser Anspruch ein generell freies Singen ist, wären wir nicht InTakt, wenn bei all dem Leistungsdruck nicht doch die Freude am Singen an erster Stelle steht. Was uns vereint, ist der Spaß am Singen und die Vielfältigkeit unseres Repertoires und wir sind fair genug jedem Einzelnen von uns gegenüber, dass niemand wegen auferlegten Leistungsdrucks auf der Strecke bleiben muss. |

Es folgte der gemeinsame Auftritt von InTakt und AOOC, auf den wir Sängerinnen und Sänger uns besonders freuten, weil es doch eine besondere Art der musikalischen Zusammenführung ist und wir jedes Lied genießen. Nachdem "My way" bereits dem einen oder anderen ein Tränchen in die Augen drückte, folgte unser Erfolgshit des letzten Jahres "Music" - und wieder waren die Massen begeistert, und wieder donnernder Applaus und anerkennende Pfiffe und wieder standing ovations - was für ein Gefühl! In diesem Moment wussten wir, all das hat sich gelohnt, all die Anstrengung, Mühen und Aufregungen haben jetzt in diesem Moment ihre Anerkennung bekommen!
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Und dann mussten wir schon abgehen. So schwer uns der Aufgang fiel, je weniger wollten wir jetzt diese Bühne verlassen, aber unsere Freunde vom AOOC hatten nun ihr anspruchsvolles und interessantes Programm. Leider haben wir keine schönen Fotos von ihrem Auftritt, aber auf ihrer Homepage gibt es ein Fotoalbum des Konzertes, nämlich .::hier::..
Aufgekratzt hibbelten wir in unserer Garderobe, jetzt gab's Piccolo zur Belohnung, das eine oder andere Stück wurde nochmal angesungen und dann ging es zurück zum Publikum. |
 | Nun sangen wir aufgepeppte, lustige und moderne Titel wie zum Beispiel "God rest you merry, gentlemen", "Weihnachtskekseswing", "Chestnuts roasting" oder "Christmas eve". Letzteres haben wir neu im Repertoire. Neu war auch der Einsatz einer Gitarre in unserem Programm. Unser Stargitarrist: Stephan |  |
 | Auch ohne Notenmappe meisterten wir den Auftritt sicher und sehr gut und konnten ein wenig Weihnachtsstimmung in dieses erste Adventswochenende zaubern.
InTakt verabschiedete sich mit einem verfrühten Neujahrswunsch an das Publikum "Happy new year" von ABBA. |
Danach war das AOOC wieder an der Reihe. "Prière a notre dame" aus der "Suite gotique" ist eines von Hansis Lieblingsstücken, also für ihn ein besonderer Genuss, weiterhin u.a. "White Christmas" und "Take five", ein bekanntes, besonders schwungvolles und peppiges Stück. Es ist immer wieder ein Genuss, den Akkordeons zuzuhören und es hat so gar nichts mit Rumtata gemein.
Ein letztes gemeinsames Lied beider Ensembles, John Lennons "So this ist Christmas", bildete den krönenden Abschluss.
Das Publikum applaudierte minutenlang und wir wussten, ja - es ist uns auch diese Mal wieder gelungen! Es stand in jedem einzelnen, erleichterten und lachendem Gesicht derjenigen auf der Bühne und war im Beifall der Zuhörer - dem eigentlichen Lohn des Musikers - zu hören. Dafür gab es natürlich auch eine Zugabe! |
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Nach dem Konzert gab es viele, viele Einzelne, die uns lobten, uns dankend die Hände schüttelten, anerkennend zunickten oder auch bewundernd auf die Schulter klopften. Es war ein schönes Gefühl. Mit einem Schnäpschen verabschiedeten sich die Oschersleber von uns, nicht ohne dass wir uns gegenseitig versicherten, gern wieder ein gemeinsames Konzert zu veranstalten.
Restlos zufrieden stimmte uns dann auch das Ergebnis der Einnahmen:
Euro waren zugunsten der Stiftung Elternhaus zusammengekommen, das machte uns stolz und zufrieden. Denn wenn man sich den eigentlichen Zweck des Konzertes bewusst macht - Geld zu sammeln, damit der Betrieb des Elternhauses, dieser so wichtigen Einrichtung für krebskranke Kinder, abgesichert ist - dann ist keine Sekunde Stress umsonst.
Aller guten Dinge sind nicht drei, wie oben steht, sondern vier, denn wir freuen uns sehr über die Anfrage für's nächste Jahr. Da feiert die Stiftung 10jähriges Bestehen und möchte als Erfolgsgarant auf unsere zwei Ensembles für ihr Benefizkonzert zurückgreifen - das überzeugt selbst uns und ist eine besondere Ehre!
Also sehen wir uns wieder, am 4.12.2010 - und denken Sie dran, frühzeitig Karten zu sichern, wir sind beliebt!!
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