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Chorfahrt mal nicht in den HarzEin ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns, welches uns gezeigt hat, dass auch die schönste Chorfahrt noch zu toppen ist - was bei dieser allerdings schwer wird. Alles war anders und alle Probleme lösten sich in Luft auf. |
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Schon als wir ankamen und unser Casa del Sol im Naumburger euroVille in Beschlag nahmen, ahnten wir, dass diese Fahrt etwas besonderes werden würde.
Wir hatten ein wunderschönes Haus ganz für uns allein, unten ein schöner Aufenthaltsraum, den wir sogleich zum Probenraum erklärten.
Die Zimmer waren ringsum verteilt, also kurze Wege vom und zum Zimmer, zur Wasserquelle und - ganz wichtig - zum Klo. |
| Mein größtes Problem war, dass ich keinen Babysitter hatte. Schwesterchen musste arbeiten und Birgit hatte abgesagt, so dass ich schon mit dem Gedanken gespielt hatte, zu Hause zu bleiben. Aber mein Chor protestierte auf das heftigste und ich hätte es auch nicht übers Herz gebracht, die Guten im Stich zu lassen... Aufgrund der günstigen räumlichen Gegebenheiten konnte ich auch, während Julia schlief, bedenkenlos mitproben. Die andere Zeit war sie ganz lieb. |  |
| Die Proben verliefen in gewohnt lockerer und entspannter - Moment, in lockererer und entspannterer Atmosphäre als je zuvor. Es gab kein Rumgezicke und Rumgenöle, wenn es was zu kritisieren gab - was höchst selten der Fall war -, geschah dies in einem freundlichen Ton, es war fast schon unheimlich. |
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Das Problem, dass Eva als Stimmgruppenleiterin fehlte, war kein wirkliches Problem, denn zwei unserer neuen Mädels, Felicitas und Julia, erwiesen sich als halbe Chorleiter, so dass wir uns immer schön in drei Gruppen teilen konnten und eine Menge schafften, qualitativ und quantitativ. |  |
 | Nicht weniger wichtig und vor allem lustig waren natürlich die gemütlichen Abende bei allerhand schöngeistigen Getränken und Liedern. Am ersten Abend ließen wir Sina hochleben, die ihren Geburtstag nachfeierte. Auf Wunsch gab's "Stand by me" (Foto unten).
Christoph machte uns mit Vladimir Putins Kusine bekannt, was vor allem die Lachmuskeln strapazierte. |  |
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Der Samstag begann mit den obligatorischen Turnübungen, deren Sinn sich mir immer noch nicht vollkommen erschlossen hat, aber der Gruppendruck ist natürlich sehr stark. Auch Julia musste ran, aber sie schien Spaß dabei zu haben.
Mit der Auswahl der neuen Lieder scheine ich wieder mal ein glückliches Händchen gehabt zu haben. Bei "Machet die Tore weit" rollte sogar ein Tränchen, und auch "Susani", "Ich steh an deiner Krippe hier" und "Merry Christmas" klangen nach ziemlich kurzer Zeit ziemlich schön und sorgten für Seufzer und Ist-das-schön-Ausrufe. |
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| Die Pausen verbrachten wir bei dem schönen Wetter draußen, manche auch kopfüber: |
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Auch zur Kaffeezeit zogen wir mit Sack und Pack hinaus auf den Rasen. Bei strahlendem Sonnenschein schmeckten Kuchen und Obst noch mal so fein.
Julia hing ganz schön in den Seilen nach ihrem Mittagsschlaf. Das änderte sich aber schlagartig, als Christoph auf der Bildfläche erschien... |  |
 | Am Samstag abend kam Sina dann doch noch zu ihrem Kriminaltango, aber so, wie sie ihn noch nie gehört bzw. gesehen hat. Schon erstaunlich, |
was sich einige so anziehen mangels Federboa. Der Pistolenschuss wurde ganz unkonventionell erzeugt. Ich hab beim Leeren der Chipstüte eine ziemlich Schweinerei auf dem Tisch angerichtet, aber der Knall klang sehr echt und kam auf die Sekunde genau...Lange nicht mehr so gelacht...Hier noch ein paar Impressionen. |
| Am Sonntag ging es noch mal richtig zur Sache, diesmal im regulären Probenraum, welcher uns sehr gut gefiel, er hatte ein Klavier und eine Art Bühnenfläche, auf der wir in Choraufstellung den Rest der Probe durchführten. Wir sangen alles noch mal durch und mussten feststellen, dass dies nicht nur das schönste, sondern auch effektivste Chorwochenende bis jetzt war. |
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| Vier neue Lieder komplett einstudiert, ein neues vervollständigt, die alten wiederholt und vor allem 5 Probemitglieder auf den aktuellen Stand gebracht. Mit Applaus bedankten wir uns bei Julia und Felicitas dafür, dass sie unvorbereitet und unkompliziert mit uns die Frauen-Stimmgruppenproben durchgeführt haben. Als ich (meiner) Julia auf dem Arm erklärte, warum wir klatschen, nämlich weil Felicitas und Julia so fleißig gesungen und Klavier gespielt haben, rief sie: Papa auch! Kluges Kind. Dem trugen wir natürlich auch Rechnung, indem wir unserem Hansi mit einem ebenso kräftigen Applaus für das, was er für uns getan hat, dankten. |

Das obligatorische Abschiedsbild sieht natürlich ganz anders aus als sonst in Wernigerode und wenn ich mir den munteren Haufen so anschaue, muss ich doch etwas schmunzeln, wenn ich mich so zurückerinnere. Seit unserer Vereinsgründung ist eben alles anders, seitdem hatten wir bis jetzt nur schöne Erlebnisse. Wollen hoffen, dass es so bleibt.
Diesmal möchte ich mich mal bei Klein-Julia bedanken, weil sie so lieb war, dass sie die Proben nicht gestört, sondern eher bereichert hat. Aber nächstes Mal lieber wieder mit Babysitter, dann leb auch ich stressärmer... |
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