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Dobry wetscher, daragije gosti...Als ich den Brief der Ural-Kosaken in den Händen hielt, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen: Diiiie wollen mit uns was zusammen machen? Das is ja 'n Ding! Gut, warum nicht. Wird zwar 'ne Heidenarbeit mit Karten verkaufen und so, aber es wird auf alle Fälle eine tolle Erfahrung werden. |
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Als Auftrittsort wählten wir die Petri-Kirche Magdeburg, zum einen wegen der herrlichen Akustik und zum anderen wegen der netten Leute dort.
Schwieriger war da schon die Zeitfrage. Nach langem Hin und Her konnten wir uns endlich auf einen Termin einigen. Am schwierigsten gestaltete sich der Verkauf der Karten, da diese nicht wirklich preiswert waren. Aber durch viel Werbung und persönliche Gespräche konnten wir die Kirche doch ziemlich gut füllen. |
| Herr Richter von der Volksstimme hatte einen feinen Artikel über uns geschrieben. Dazu war er extra in eine unserer Proben gekommen. |
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Den Einlass haben wir selbst bestritten, die Kosaken verkauften ihre CDs. Wir selbst haben ja leider noch keine. Da sich der Sturm auf das Konzert in Grenzen hielt, konnten wir jeden Besucher persönlich begrüßen und mit dem einen oder anderen noch ein kleines Gespräch führen. |
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Interessant war die Frage: Was singen wir? Die Ural-Kosaken gaben mit ihrem Programm den Rahmen vor; um diesen nicht zu sprengen, mussten wir uns in der Liedauswahl etwas anpassen. Dies gelang uns aber recht gut, wie man später am Beifall und den persönlichen Gesprächen erkennen konnte. Durchs Programm führten Andrea Rudloff und Achim Exler.

Zur Begrüßung unserer Gäste im Publikum und auf der Bühne sangen wir passenderweise ein ukrainisches Begrüßungslied. Dann folgten im geistlichen Teil Panis angelicus, It's my desire, Alta trinita beata und unseren neuen Knüller Hail holy queen. Ich weiß nicht, ob wir Jagdwurst gegessen hatten oder warum auch immer wir beim Singen so weggerannt sind, Caros Finger am Klavier glühten regelrecht. Aber wahrscheinlich, wie so oft, ist das nur uns aufgefallen. Das Publikum jedenfalls sparte nicht mit Applaus.
Danach sang der Ural-Kosaken-Chor sein geistliches Programm. Gewaltige Stimmen und Bässe zum Neidisch-Werden. Nein, meine lieben InTakt-Bässe, ich würde euch um nichts in der Welt eintauschen wollen:-)

Nach einer Pause waren wir wieder dran, diesmal mit weltlichen Liedern. Extra für dieses Konzert hatten wir ein russisches Volkslied einstudiert: An den Fluss will ich gehen und schauen, die zweite der drei Strophen sogar auf russisch. Einige von uns hatten beim Einstudieren des Liedes durch ihre Schulbildung diesseits der Grenze, aber jenseits der Wende Heimvorteil. War doch die russische Sprache Pflichtprogramm für alle Schüler ab der 5. Klasse. Für die anderen gab es den Text per Lautschrift. Dass wir richtig lagen, bewies uns der lebhafte Applaus unseres Gastchores. Danach sangen wir "Das Land", ein romantisches Lied von keinem Geringeren als Hartmut Schulze-Gerlach, besser bekannt als Muck, in einem Satz von unserem Chorleiter. Auch dieses Lied war eine Premiere. Mit Amazing grace und der Rose beendeten wir diesen Teil, an den sich nahtlos der Volksliedreigen der Ural-Kosaken anschloss.

Zwei Lieder sangen wir gemeinsam: Ich bete an die Macht der Liebe und Eintönig klingt das Glöckchen. Den Bortnjanski dirigierte unser Chorleiter Hansi Böhme. Hier gab es keine weiteren Schwierigkeiten. Beim Einstudieren des Glöckchens allerdings hatten wir zwei Varianten, einmal die Noten, die uns zugeschickt wurden und zum anderen die CD, die wir zum Anhören bekommen haben. Auf Nachfrage wurde uns gesagt, dass die Noten ausschlaggebend sind. So studierten wir halt die Noten ein. Bei der gemeinsamen Probe stellte sich heraus, dass es eigentlich noch eine dritte Variante gibt: die, die wir singen sollten. Also alles Gelernte vergessen und den Solisten einfach mit Vokalisen begleiten, die in die Akkorde passen. Wir sind ja flexibel. Der ukrainische Chorleiter, der dieses Lied dirigierte, zeigte uns die Akkordwechsel an. Und es hörte sich gut an; als wenn wir nie was anderes gelernt hätten:-)

Übrigens - die CD, die wir aufgenommen haben, ist bis nach Sankt Petersburg gereist. Vickys Onkel, ein waschechter Sankt Petersburger und somit Muttersprachler: "Ihr seid ja richtig gut. Ihr singt zwar mit Akzent, aber sehr gut verständlich." Und e r muss es ja wissen... |
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