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Weihnachtskonzert in der Hoffnungskirche Magdeburg

Freitag, der . Ein gutes oder schlechtes Zeichen?
Wir hatten uns entschlossen, die Sache positiv zu sehen.
Vor uns lag die Aufgabe, bis zum 13. Dezember ein Programm aufzustellen, das uns selbst gefällt und das Publikum vom Hocker haut. In drei Monaten. Das wäre an und für sich kein Problem gewesen, hätten wir uns einfach die bekanntesten Lieder ausgesucht. Aber da InTakt etwas Neues ist, sollte auch das Weihnachtsprogramm eine frische Note bekommen.

Im Sommer hatten wir schon vorsichtig damit angefangen. Ich hatte sogar Plätzchen gebacken, dass wenigstens der Hauch einer Weihnachtsstimmung entsteht, aber bei 30° im Schatten war das ein untauglicher Versuch am untauglichen Objekt.

Effektiv loslegen konnten wir erst nach dem Chorfest. Es schleppte sich dahin, so ruhten alle Hoffnungen auf der Harzreise, die wir extra für diesen Zweck organisiert haben.
Dann endlich stand das Programm. Es war eine schöne Mischung aus alten und modernen Weihnachtsliedern. Von Händel über Friedrich Silcher bis hin zu Frank Schöbel war alles dabei, und das ganze auf deutsch, englisch und latein. Hansi, unser Chorleiter, war ganz zufrieden, schließlich war es mal wieder ein Gewaltakt, in nur 3 Monaten 16 neue Lieder einstudiert. Darunter einige, die es ganz schön in sich hatten, wie z.B. "In dulci jubilo" 7-stimmig oder "Fröhliche Weihnachten steht vor der Tür" nach einem Satz von Hansi höchstpersönlich, mit ständig wechselnder Melodiestimme und unregelmäßigen Rhythmen, aber das macht die Sache ja erst interessant.
Diesmal war auch unsere Werbung etwas intensiver. Wir hatten kleine Plakate und Flyer, welche uns Herr Hartmut Kohlepp von der Firma IP-Systeme Magdeburg freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön.
Dann war der Tag da. Die guten Seelen der Hoffnungsgemeinde hatten unseren Probenraum wieder zu einer VIP-Lounge umgewandelt und Brötchen, Plätzchen und warme und kalte Getränke bereit gestellt. Das tat gut.

Die Werbung hatte volle Wirkung gezeigt. Wir mussten sogar noch extra Stühle herbei schaffen. Eine tolle Atmosphäre in der zum Platzen gefüllten Kirche.
Das Programm begann mit "Zündet Lichter an", bei welchem Anja bezeichnenderweise durch die Reihen ging und die Lichter anzündete. Danach kam "Sind die Lichter angezündet", so stimmte sogar der chronologische Ablauf.
Was dann folgte, waren z.B. moderne Lieder, die so mancher vielleicht noch aus DDR-Zeiten kennt; uralte Weisen, wie "Coventry Carol" aus dem 13. Jahrhundert; die Weihnachtsnachtigall, ein Duett, gesungen von Anja Seehagen und mir; Bartholdys Festgesang "Hark! The herald angels sing"; "Adeste fideles" als Quartett gesungen von Antje Maurer, Hanna von Tenspolde, Stefan "Tux" Haun und Hansi Böhme und natürlich "Stille Nacht, heilige Nacht".Zum Vergrößern draufklicken
Durch das Programm führten ganz souverän Andrea Rudloff und Nicole Glomb. Sie bereicherten den Gesang mit kleinen Gedichten, was zur Abwechslung beitrug und beim Publikum und auch bei uns wunderbar ankam. Besonders schön fand ich das Gedicht von der Weihnachtsmaus, welches unsere kleinen Gäste zum Nachdenken anregte, wer denn nun die Weihnachtsmaus sei. Auch euch beiden ein liebes Dankeschön.
Das Bonbon aber, unsere gewohnte Einlage, der absolute Höhepunkt war das "Ave Maria" gesungen von unserem Gast-Mitglied Hans-Joachim Exler. Mit einer engelsgleichen Stimme begeisterte er die Massen. Es war so still in der Kirche, man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Sogar der Kleine aus der zweiten Reihe, der ab und zu mit uns mitsang, lauschte andächtig. Spitze, Achim, supi-geil.

Ein schönes Konzert, das, wie ich hoffe, so richtig Weihnachtsstimmung in die Herzen der Menschen gebracht hat.
Seien Sie nicht traurig, wenn Sie das Konzert nicht miterleben konnten, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt.