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Unsere Weihnachtstournee begann am 9. Dezember 2002 mit drei kleineren Auftritten in der Uniklinik Magdeburg. Frau Rafalski, die Klinikseelsorgerin, hatte uns bei unserem Auftritt in der Hoffnungskirche zum Gottesdienst erlebt. Weil ihr das, was sie gehört hatte, gefiel, bat sie uns, die Weihnachtsbetreuung in diesem Jahr in der Uniklinik zu übernehmen. Spontan haben wir zugesagt. |
| Die erste Station war die Herz-Thorax-Station. Dort sangen wir mehr oder weniger die Wände an und hofften, dass unser Gesang bis in die letzten Räume dringen mag. Die meisten Patienten lagen augenscheinlich ziemlich teilnahmslos in ihren Betten und man fragte sich, ob wir nicht ganz umsonst singen. Es war schon ein seltsames Gefühl. Aber als wir unser Programm beendet hatten, kam Leben in die Leute. Sie richteten sich auf, bedankten sich, winkten uns zum Abschied zu und wünschten uns Frohe Weihnachten. So wandelte sich das seltsame Gefühl in ein höchst erfreuliches. Auch als uns die Schwestern ihr Dankeschön gegenständlich überreichten. Vielen Dank noch einmal dafür!!! |
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Danach ging es auf die gerontopsychiatrische Station. Dort hatten sich die Gäste in einem Aufenthaltsraum versammelt, so dass wir unser Publikum direkt vor uns hatten. Frau Rafalski bot ihnen an, wenn sie einen Musikwunsch hätten, diesen zu äußern. Davon machten sie auch Gebrauch. So besangen wir gemeinsam mit den Zuhörern den Tannenbaum und die Stille und Heilige Nacht. Ein nettes Konzert mit warmem Applaus. |
| Ähnlich war es auf der akutpsychiatrischen Station, der "Geschlossenen". Etwas mulmig war uns schon, wussten wir doch nicht, was uns dort erwartet. Aber was sollte uns dort schon erwarten? Menschen wie du und ich, die in ihrem Leben schon einiges durchmachen mussten oder denen es nicht so gut geht wie uns. Also sangen wir mit genauso viel Freude und Schwung unser Programm. Auch wenn es hier etwas eng war, so dass der Sopran schon fast übereinander stand. Aber das machte die Sache nur gemütlicher. Hinter uns die Heizung, die so schnell nicht abkühlte, dass wir uns fast den Hintern verbrannt haben, aber das brachte Wärme in die ganze Sache. Dass eine junge Krankenschwester bei unserem Gesang eine Gänsehaut bekam, wie sie ihrer Kollegin durch Gesten bedeutete, machte mir wiederum eine Gänsehaut. Also kann es sich ja so schlecht nicht anhören... |
| So war unser Start in die Weihnachtssaison ein geruhsamer und lehrreicher und wir bedanken uns bei Frau Rafalski, den unbekannten Spendern und all den netten Schwestern und Pflegern, die uns unterstützt haben. Wenn Sie mögen, kommen wir im nächsten Jahr wieder. Versprochen. |
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